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Model­le

Die Atmos mit Kali­ber 540

Mit dem Kali­ber 540 erschien 1983 eine neue Gene­ra­ti­on der Atmos. Vie­le die­ser Uhren sind heu­te zwi­schen 25 und gut 40 Jah­re alt – und lie­gen bei uns regel­mä­ßig zur Revi­si­on auf der Werk­bank. Was das Kali­ber aus­macht und wor­auf Sie ach­ten sollten.

Atmos mit Kaliber 540 und Mondphase, davor der Stellstift
Atmos mit Kali­ber 540 und Mond­pha­se – vorn der Stell­stift zum Einstellen

Was neu war

Das Kali­ber 540 brach­te vor allem ein neu­es Gesicht: Die Werks­pla­ti­nen wur­den neu gestal­tet, ein­zel­ne Zahn­rad­grö­ßen leicht geän­dert und Platz für spä­te­re Kom­pli­ka­tio­nen gelas­sen. Bau­wei­se und Funk­ti­on blie­ben dage­gen gleich – im Inne­ren arbei­tet die bewähr­te Atmos.

Bau­zeit und Seriennummern

In den Kata­lo­gen stand das Kali­ber 540 ab 1983, gebaut wur­de es von 1984 bis etwa 2001. Die Uhren die­ses Kali­bers, die wir revi­diert haben, begin­nen mit Seri­en­num­mern um 601 000 aus dem Jahr 1984; die höchs­te uns bekann­te ist die 707 093, eine rho­di­nier­te 540.

Wie alt Ihre Uhr genau ist, ver­rät die Suche in unse­rem Zeit­strahl.

Model­le mit Kali­ber 540 und sei­nen Varianten

  • Clas­sic – mat­tier­ter Sockel und Rah­men, polier­te Säu­len; gebaut 1984–1987
  • Ely­sée – Sockel, Rah­men und Säu­len poliert, mit zusätz­li­cher Arre­tier­schrau­be in der Bodenplatte
  • Fon­taine­bleau, Ven­dô­me, Opé­ra und die Roy­al der soge­nann­ten drit­ten Familie
  • Mond­pha­se – Kali­ber 544, ab etwa 1994/95; die ers­te bei uns trug eine Seri­en­num­mer um 679 000 vom April 1994. Sehr sel­ten zusätz­lich mit Ther­mo­me­ter und Hygrometer.
  • Atlan­tis und Du Mil­lén­aire – zwei ganz eige­ne Gestal­tun­gen aus die­ser Zeit
Atmos Atlantis, 24 Karat vergoldet
Atlan­tis, 24 kt vergoldet
Atmos Du Millénaire, rhodiniert
Du Mil­lén­aire, rhodiniert

Ste­hen geblie­ben? Meist nur die Revision

Oft schrei­ben uns besorg­te Besit­zer, deren 540 ste­hen geblie­ben ist. Sie fürch­ten eine gro­ße Repa­ra­tur, eine defek­te Druck­do­se oder Dreh­pen­del­fe­der. Dazu besteht erst ein­mal kein Grund: In aller Regel ist nur eine Revi­si­on fäl­lig, und wenn die Uhr nicht falsch behan­delt wur­de, ohne Ersatz­tei­le. Ablauf und Preis fin­den Sie unter Revi­si­on & Ser­vice.

Rich­tig arre­tie­ren – das letz­te Stück zählt

Der Arre­tier­he­bel des Kali­bers 540 sitzt unter dem Zif­fer­blatt und muss ganz nach rechts. Anfangs geht er leicht, das letz­te Stück ist schwer­gän­gig: Genau dort ras­tet er hin­ter einer klei­nen, unsicht­ba­ren Nocke ein. Vie­le Besit­zer trau­en sich nicht, so fest zu schie­ben – dann ist die Uhr nur halb arretiert.

Beim Trans­port kann sich der Hebel dann lösen, das Pen­del kommt frei. Typi­sche Folgen:

  • eine abge­ris­se­ne Drehpendelfeder
  • ein ver­bo­ge­nes oder gebro­che­nes Feinregulierröhrchen
  • eine ver­bo­ge­ne Ankergabel
  • ein beschä­dig­ter Arretiermechanismus

Vie­le 540 haben auf dem Hebel einen klei­nen Auf­satz mit Gum­mistöp­sel, der bei geschlos­se­ner Schei­be das Zurück­rut­schen ver­hin­dert; er geht mit den Jah­ren gern ver­lo­ren. Hat Ihre Uhr die zusätz­li­che Arre­tier­schrau­be mit­tig in der Boden­plat­te, wie die Ely­sée, zie­hen Sie die­se sanft mit den Fin­gern an, bis sie die unte­re Spit­ze des Pen­dels fasst.

So ver­pa­cken Sie die Uhr anschlie­ßend: Wie ver­schi­cke ich eine Atmos sicher? Den Hand­griff zeigt das Video in der Anlei­tung.

Ihre 540 soll zu uns?

Wir schi­cken Ihnen gern einen weich gepols­ter­ten Ver­sand­kar­ton, der den Trans­port sicher macht, oder orga­ni­sie­ren einen ver­si­cher­ten Wert­trans­port von Haus zu Haus. Schrei­ben Sie uns oder rufen Sie an.

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